Am 25. Februar 2025 sind neue Regelungen für Photovoltaikanlagen (PV) in Kraft getreten, die insbesondere die Einspeisung ins Netz und die Vergütung betreffen. Betreiber neuer PV-Anlagen müssen sich auf wesentliche Änderungen einstellen. Hier sind die wichtigsten Neuerungen im Überblick.
Keine Einspeisevergütung bei negativen Strompreisen
Bisher erhielten Betreiber von PV-Anlagen eine feste Einspeisevergütung, unabhängig von den aktuellen Strompreisen an der Börse. Dies ändert sich nun: Ab dem 25. Februar 2025 gibt es keine Vergütung mehr für eingespeisten Strom, wenn die Börsenstrompreise ins Negative rutschen. Das bedeutet:
Bei negativen Strompreisen erhalten neue PV-Anlagen keine Einspeisevergütung.
Im Jahr 2024 gab es 457 Stunden mit negativen Preisen, vor allem in den Sommermonaten, wenn die Solarstromproduktion hoch ist.
Betreiber müssen ihre Anlagenstrategien überdenken, um wirtschaftliche Einbußen zu vermeiden.
Tipp: Wer seinen Eigenverbrauch erhöht oder den Strom intelligent speichert, kann Verluste reduzieren und unabhängiger von der Einspeisevergütung werden.
Einspeisebegrenzung auf 60 Prozent ohne Steuerbox
Eine weitere einschneidende Neuerung betrifft die Einspeisung von PV-Strom ins Netz. Anlagen, die ab dem 25. Februar 2025 ans Netz gehen, dürfen vorerst nur 60 Prozent ihrer Nennleistung einspeisen, solange keine intelligente Steuerbox installiert ist.
Neue PV-Anlagen ohne Steuerbox werden in ihrer Einspeiseleistung limitiert.
Erst nach der Installation einer Steuerbox kann die volle Leistung ins Netz eingespeist werden.
Diese Regelung soll das Netz entlasten und eine flexiblere Steuerung des eingespeisten Solarstroms ermöglichen.
Tipp: Wer eine neue PV-Anlage plant, sollte direkt eine Steuerbox mit einbeziehen, um die volle Einspeiseleistung nutzen zu können.
Eigenverbrauch & intelligente Vernetzung gewinnen an Bedeutung
Mit den neuen Regelungen wird es für Betreiber immer wichtiger, ihren Solarstrom möglichst selbst zu nutzen oder flexibel ins Netz einzuspeisen. Die besten Strategien dafür sind:
Eigenverbrauch maximieren: Haushalte mit hohem Eigenverbrauch sind weniger von Einspeisevergütungen und Netzrestriktionen betroffen. Waschmaschine, Spülmaschine oder E-Auto sollten bevorzugt dann laufen, wenn die PV-Anlage Strom produziert.
Batteriespeicher nutzen: Ein Stromspeicher ermöglicht die Nutzung des selbst erzeugten Stroms auch in den Abend- und Nachtstunden.
Intelligente Steuerung: Smarte Energiemanagementsysteme helfen, den Strom optimal zu verteilen und Netzrestriktionen zu umgehen.
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